Pressemitteilung (11.12.17): Verkehr an Adventssamstagen bremst „Projekt 10/17” aus

11.12.2017 · Kommentare 0

Pressemitteilung von Pro D-Tunnel

Verkehr an Adventssamstagen bremst „Projekt 10/17” aus –
„Verkehrsprobleme wird es nicht geben“ nach wenigen Wochen widerlegt

Die hannoversche Presse berichtete am 11. Dezember über die betriebliche Entscheidung der Üstra, am 2. Adventssamstag die oberirdischen Linien 10 und 17 aufgrund hohen Verkehrsaufkommens nicht mehr zum Endpunkt Raschplatz fahren zu lassen. Die Linie 10 wurde in den Waterloo-Tunnel zum Hauptbahnhof geschickt. Redaktionelle Kommentare lauteten „Blamage für die Planer“, „Schönwetter-Linie“ (HAZ) oder „D-Linie schon jetzt am Limit“ (Neue Presse).

Dabei ist zuerst zu betonen, dass bei dem hohen Aufkommen von Fußgängern, Straßenbahnen, Autos und Fußgängern noch nicht die Busse beteiligt waren. In Zukunft werden sechs Buslinien die dortigen Straßen und Knotenpunkte mit belasten: Regiobusse 300, 500 und 700, Üstra-Busse 128, 134 und 121. Noch werden diese aufgrund der Restbauarbeiten großflächig über Aegi bzw. Celler Straße zum ZOB umgeleitet. Es bedarf keines besonderen Hinweises, dass es zu einem wesentlich verschärfteren Verkehrszusammenbruch gekommen wäre, wenn diese Buslinien schon am letzten Wochenende den geplanten Regelbetrieb gefahren wären. In wenigen Wochen wird dies jedoch der Fall sein.

Bitter für Politik und Planer ist, dass sich Befürchtungen der Üstra bewahrheitet haben, die stets den Planungskreis vor Chaos im Weihnachtsgeschäft gewarnt hatten. Ebenfalls sind damalige Beteuerungen der Regionsspitze einer Problemlosigkeit erstmals von der Realität widerlegt worden.

Regionspräsident Hauke Jagau, Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz und Ex-Verwaltungschef Hans Mönninghoff betonten am 18.02.2013 zur Vorstellung der Planung: „Verkehrsprobleme wird es nicht geben“*. Die Regionsfraktion der Grünen haben sich in einem zeitgleichen Infobrief sogar noch weiter aus dem Fenster gelehnt: „Kaufleute und Teile der Bevölkerung befürchten […] eine Verschärfung der Verkehrssituation rund um die Ernst-August-Galerie. Verkehrsgutachten zeigen aber, dass dort selbst beim Weihnachtsshopping und einem 5-Minutentakt der Linie 10 und einem 10-Minutentakt der Linie 17 keine Verkehrsprobleme auftreten werden.”**

Ebenso sind damit die Ergebnisse der Verkehrsgutachten in Zweifel zu ziehen. Am 19.02.2013 protokollierte man im Verkehrsausschuss, es „[…] habe Herr Prof. Haller deutlich und nachvollziehbar gezeigt, dass die Verkehrsqualität für die Stadtbahn mit dieser neuen Lösung sehr gut sei.“

Die Politik ist nun gefordert, kurzfristige Lösungsansätze zur Bewältigung dieser Zwangslage zu liefern. Ebenso erwarten wir plausible und für die Fahrgäste nachvollziehbare Erklärungen zur angespannten Situation ohne Standardfloskeln. Es stehen zwei weitere Einkaufswochenenden bevor, an denen laut City-Gemeinschaft mit noch mehr Kundenströmen zu rechnen ist. Weitere „10/17”-Umleitungen wären ein Offenbarungseid für die Regionsplaner.

Quellen:
* http://www.haz.de/Hannover/Themen/D-Linie-Hintergrund-zum-Stadtbahn-Streit/D-Linie-Verkehrsprobleme-wird-es-nicht-geben
** https://regionsfraktion-gruene-hannover.de/info-brief-linie-10

Kontaktadresse:

Initiative Pro D-Tunnel e. V., Jens Pielawa, H.-Heine-Straße 21, 30173 Hannover, pielawa@pro-d-tunnel.de

Herausgegeben am 11. Dezember 2017 • V.i.S.d.P.: Jens Pielawa

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